Besuchshunde

Da ich seit 12 Jahren Hundetrainerin bin, entstand bei mir der Gedanke mein Fachwissen zu nutzen, um mit meinen Hunden an meinem an Demenz erkrankten Mann zu arbeiten. Ich merkte schnell dass meine Hunde in jeder Situation einen Zugang zu meinem Mann finden.

 

Bsp.: Mein Mann will nicht aufstehen, um pünktlich für die Tagespflege fertig zu sein, dann schicke ich die Hunde in sein Pflegezimmer. Mein Mann freut sich sofort über die 2 und ist sofort am Lachen – die Situation ist dann entspannt.

 

Unser jetzt 20 Monate alter Barney, Golden Retriever, bringt meinem Mann dann die Pantoffeln und der Tag kann starten.

 

Ich habe dann angefangen mit meinen Hunden und meinem an Demenz erkrankten Mann zu trainieren. Mein Mann bekam einen Rollator – sicher mit 58 Jahren nicht toll. Er wollte nicht damit laufen, weil er dann seinen Hund nicht mitnehmen kann. Wir, übten mit unserer Pauline, Australien Shepeard an der Leine mit meinem Mann am Rollator zu gehen. Natürlich hat es gedauert und auch etliche Leckerchen gebraucht. Jetzt ist der Rollator aber toll und er wird bewundert, weil das so gut klappt. Wenn Pauline keine Lust mehr hat, dann sitzt Sie auf dem Rollator und mein Mann schiebt Sie durch den Park. Beide sind glücklich und das ist es doch was bei einem an Demenz erkrankten zählt. Die kleinen schönen Momente, das strahlen in den Augen, das lachende Gesicht – wenn etwas geklappt hat.

 

Ich führte den Hund bei vielen Gelegenheiten in unserem Leben ein und wurde im Umfeld darauf angesprochen, ob ich nicht helfen könne. Meine Erfahrungen gebe ich jetzt an andere weiter und bringe somit vielleicht ein kleines bisschen Glück in den manchmal grauen Alltag von Menschen im Pflegeheim, Tagespflege oder auch zu Hause.